Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 335 mal aufgerufen
 FLUGLÄRM
K.S. Offline

Vollzeitflieger, 200 Postings sind bereits erreicht

Beiträge: 210

13.06.2009 23:24
Obrigkeitshörig? Zitat · antworten

Also heut hab ich mit vielen Leuten über Fluglärm diskuttiert.
Was ich nicht verstehe - zumeist kommt: Jaja, stört mich aber was soll ma machen.
Wenn man dann die Frage nach Steuerbefreiung usw. stellt kommt: Jaja , die da oben richten sichs halt.
Und wenn man dann sagt da muß man was tun: Ah geh, die machn eh was wollen und was glaubens für wos wir alles zahln, da kummts auf des ah nimmer aon.

Ich gleuch ich spinne, wie obrigkeithörig oder möglicherweise ohnmächtig sind die Leut?

Meine Hoffnung ist das erkannt wird was die ganz show wirklich kostet - weil gewählt wird bei uns eh nur der, der die 1.000,-er verspricht.
Und hier scheint die Propagande das Fluglobby anzusetzen: Ach Gottchen wie sind wir wichtig, wir tragen den ganzen Staat, ohne uns geht alles bankrott.

Wenn ich alles zusammenzähle was dem Flughafen angerechnet wird: Da steht z.B. 1.200 Unternehmen mit mehr als 600.000 Beschäftigten setzen auf den Flughafen. Und dann steht das 4,8Mrd. vom BIP am Flughafen hängen.

Nehmen wir Zahlen 2006 (aktueller hats die Statistik Austrai noch nicht)
Anteil BIP Wien: 68Mrd., 26,7% des BIP, 20,0% der Beschäftigten.
Wien hatte 914.900 Beschäftigte!
FÜR MICH PASST DA WAS NICHT.
Oder anders: Der Flughafen verkauft - offensichtlich ihne Widerspruch - eine Wertschöpfung die jener des Brurgenlandes entspricht.
Sorry, aber das glaub ich nicht!


K.S.

fmoedrit Offline

über 100 Postings, das ist ein Teilzeitflieger

Beiträge: 109

15.06.2009 11:06
#2 RE: Obrigkeitshörig? Zitat · antworten

Hi,

Also das mit der Burgenland-Wertschöpfung könnte schon hinkommen. Es wird ja auch entsprechend viel an Steuergeldern in das Prestigeprojekt Flugverkehr reingesteckt (AUA, Skylink, 3. Piste, usw) und Flugverkehr durch Umsteigeprämien und Billigairlines eingekauft. Wir wollen ja unbedingt der Umsteigeplatz #1 zwischen West- und Osteuropa sein (die meisten Umsteiger bringen keinen Euro nach Wien) :-(

An die fatalen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Anwohner denkt bei der stupiden Profitgier sicher niemand. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die politisch Verantwortlichen in einer stark Fluglärm-belasteten Gegend wohnen (zumindest die, die ich per Email nerve, wohnen sicher in Döbling). Wie es um die Wirtschaftlichkeit des Großprojekts Flughafen steht, lesen wir eh täglich in den Zeitungen. Da werden Milliarden Euros an Steuergelder verbrannt, ohne dass Politiker oder die politiknahen Manager auch nur 5 Minuten ihr Hirn einschalten :-(

Was also tun? Die Menschen in meiner Wohngegend haben schlichtweg resigniert - das Beschwerdetelefon zeigt einfach keine Wirkung und laut Dialogforum gibt es das Fluglärm-Problem in vielen Regionen (wie zB Süßenbrunn oder Kapellerfeld) gar nicht. Viele haben neben der Arbeit auch nur wenig Zeit für Aktionismus wie Demos! Vielen fehlen die Informationen oder der Zugang zu Foren wie diesen! Was sollen wir also machen oder koordinieren? Emails und Leserbriefe verschicken, Politiker mit lästigen Anfragen ärgern, potentielle Fluggäste abschrecken ("nehmt doch lieber den Zug"), das Marchfeldgemüse als Kerosin-versucht bewerben, Anti-Lebensqualität-Plakate neben der roten Wahlwerbung auf der Tangente aufhängen, ???

Im Endeffekt wird der hier geforderte Aktionismus immer bei dem bleiben, was einzelne unternehmen. Viel versprechend sind derzeit auch die üblen Wirtschaftsaussichten - da werden hoffentlich einige Airlines eingehen. Die anderen Verbündeten heissen Wind, Schweinegrippe und Flugkatastrophen...

K.S. Offline

Vollzeitflieger, 200 Postings sind bereits erreicht

Beiträge: 210

15.06.2009 11:33
#3 RE: Obrigkeitshörig? Zitat · antworten

Der Witz an der Bewertung der Wertschöpfung ist doch die Frage was der Volkswirtschaftliche Nutzen ist. Für mich schaut die Rechung vereinfacht so aus: Der Flugverkehr macht einen Umsatz von viel, braucht zusätzlich noch eine hundert Mille pro Jahr aus dem Steuertopf und liefert so gut wie nix hinein. Bleiben im wesentlichen die Sozialabgaben der Mitarbeiter - und da denke ich sind die direkten zu bewerten.

Soll heißen nur viel Umsatz und Deckung der Verlußte aus Steuermitteln ist für mich Volkswirtschaftlicher Unsinn.
Oder aber auch: Das Burgenland trägt sicher wesentlich mehr dazu bei als der Flughafen - denke nur an diverse Steurbefreiungen.

K.S.

 Sprung  
Infos zum Thema Fluglärm unter liesing.fluglaerm.at                   Beschwerdemail-Expresslink  Beschwerde.fluglaerm.at
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor