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zwerg Offline

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Beiträge: 1

05.10.2007 17:25
Flughafen meetingreport Zitat · antworten
Hallo, erlaube mir hier mal einen bestätigten Report zu einem Treffen am Flughafen zu posten:
Urlaubsbedingt übersende ich Ihnen erst jetzt die überarbeitete Version (je nach Zuständigkeit passagenweise) von Herrn Ing. Jöchlinger und Herrn Ing. Röhrer.

Hier der Innhalt wobei anzumerken ist, das die Punkte in abfolge des Gespräches gelistet sind:

Der Flughafen ist privatisiert und agiert im öffentlichen Auftrag. Er hat die Verantwortung für die Infrastruktur Flughafen. Freiwillig übernimmt der Flughafen die gesamt Koordination der Auswirkungen – damit auch der Beschwerden.

ACG ist ein als GmbH ausgegliedertes Unternehmen dessen 100% Eigentümer das BMVIT ist – den Minister könnte man als obersten Eigentümervertreter verstehen. Anfragen zu Überflügen werden an den Flughafen weitergeleitet, da keine Daten vorliegen.
Es wird darauf verwiesen das der Luftraum per Gesetz FREI ist. Die Flugrouten stammen aus der Mediation, also aus einem freien Verfahren. Genehmigt werden diese Flugrouten durch das Ministerium.

Der Begriff „möglichst schonend“ aus der Luftverkehrsregelung ist als “wenn möglich - wenigst möglich Betroffene“ zu verstehen.

Aktuell werden in Spitzenzeiten für Flüge in Richtung Westen 4 Abflugrouten benötigt.

Flugrouten müssen den Bedürfnissen angepasst werden können – eine Festschreibung ist nicht möglich.

Das Flugbeschränkungsgebiet Wien ist nicht als Geografisches Wien zu verstehen. Der Überflug Liesing ist hier der letztmögliche Kompromiss.

Dialogforum und Rechtsmittelverzicht: Dieser bezieht sich auf die Sicherung der mit dem Flughafen getroffenen Vereinbarungen. In der Mediation waren über Representanten ALLE vertreten. Der Flughafen versteht das Dialogforum als Angebot der Mitsprache.

Aktuell wird Liesing entlastet indem alternativ auf 34 gestartet wird.

Würde sich die rein wirtschaftliche Frage für die Flughafen Wien AG stellen, so wäre der größte Sinn gewesen nicht zu bauen. Der Ausbau ist im Sinne des öffentlichen Auftrages zur Vorhaltung der für die Nachfrage erforderlichen Infrastruktur notwendig.

Bei den Vorbereitung zur UVE wurden größere Messserien durchgeführt. Die Belastungen sind mit der des Umlandes vergleichbar, es konnten keine Emissionen aus dem Flugverkehr im Untersuchungsgebiet zur UVE festgestellt werden.

Die Frage „wann ist ein Flugzeug international“ ist nicht direkt beantwortbar. Solange es in Österreich fliegt wird es jedenfalls von der Austrocontrol gelenkt. Über Wien ist jedenfalls Start oder Anflug.

Die Neue Piste wird nur gekurvt angeflogen, wobei man davon ausgehen kann das bis zur Fertigstellung der Piste auch die Genehmigungen für dieses Flugverfahren vorliegen. Es wird keinen Parallelanflug über Wien geben.

Die Topologie wird bei den Lärmkarten, welche errechnet werden, nicht berücksichtigt.
Ab Herbst 2007 werden die Flugspuren im Internet zur Verfügung stehen, die Höheninformation erfolgt durch Farben – so wie beim DFLD.

Ab Herbst 2007 wird die MA22 in Liesing eine Lärmmessstelle betreiben.

Die Basis für FANOMOS sind die Radardaten der ACG, welche onlinie übergeben werden. Die Daten der einzelnen Lärmmessstationen werden kontinuierlich erfasst und regelmäßig vom zentralen Rechner abgefragt.

In der Beschwerdestatistik finden sich Telefonanrufe UND emails.

Im Umgebungslärmschutzgesetz sind Grenzwerte definiert, die deutlich über den Werten liegen, die im Mediationsverfahren vereinbart wurden. Die Berechnungen dazu sind noch ausständig, jedoch zeigen erste Abschätzungen, dass aus diesem Titel kaum ein Handlungsbedarf besteht.

Transfer ist für den Flughafen bzw. für Ausrian Airlines notwendig um eine ausreichende Anzahl Destinationen anbieten zu können – dies entspricht dem öffentlichen Auftrag.

Ca. 30km Radius rund um den Flughafen wird in der Regel als Grenze für den „Untersuchungsraum verwendet. Im Eizelfall bzw. bei Bedarf wird diese Zone jedoch punktuell erweitert.

Im Dialogforum werden 25% der Österreicher vertreten.

Vom Mediationsvertrag abweichend geführte Flüge berichtet der Flughafen an die ACG welche dann auf Basis der FANOMOS Daten – worauf Sie Zugriff hat – in Verbindung mit den aufgezeichneten Funksprüchen prüft.


Ergänzung ACG Hr. Schmidt:
Nur zu Punkt 2. Dass wir keine Daten zu Überflügen haben, ist natürlich so nicht richtig, es geht vor allem um Informationen, die einen genauen lokalen Bezug haben (z.B Gasse, Strasse usw.), die im Rahmen unserer Systeme so nicht verfügbar sind.
Selbiger Hr. Schmidt einige Wochen vorher:
Das sogen "FANOMOS"-System, mit dem Flugspuren errechnet und dargestellt werden können, wird von der Flughafen Wien Aktiengesellschaft (VIE) betrieben. Ihr Informationsbegehren wurde daher an VIE weitergeleitet.


Ergänzung Dialogforum Hr. Hesina:
Ad "Im Dialogforum werden 25% der Österreicher vertreten": Das Dialogforum betreut insgesamt fünf Bezirkskonferenzen (BK Mödling, BK Baden, BK Gänserndorf, BK Wien-Umgebung Süd und BK Bruck an der Leitha) sowie die Stadtkonferenz Wien. In den Konferenzen können alle Gemeinden der genannten Bezirke einen Vertreter (häufig Bürgermeister) entsenden, der auch die Möglichkeit hat, jemanden aus der Gemeinde mitzunehmen (z.B. Vertreter einer Bürgerinitiative). Noch mehr Personen je Gemeinde können nicht akzeptiert werden, da sonst der Rahmen der Bezirkskonferenzen gesprengt werden würde. Hier ist vorgesehen, dass die Vertretung der Gemeinde - zu der ja alle Bürger zugang haben - die Anliegen einbringen. Hinzu kommt noch, dass in der BK Gänserndorf einige Gemeinden aus dem Gerichtsbezirk Mistelbach und in der BK Bruck an der Leitha die Gemeinden vom Westufer des Neusiedler Sees teilnehmen. Alle Gemeinden einschließlich der Stadt Wien haben laut Volkszählung ziemlich genau 2,0 Mio Einwohner, was wiederum ziemlich genau 25% der gesamten österreichischen Wohnbevölkerung entspricht.

Ad Dialogforum und Rechtsmittelverzicht "In der Mediation waren ALLE vertreten": Im Mediationsverfahren waren von Anfang an die Gemeinden um den Flughafen Wien direkt durch die Bürgermeister vertreten. Politische Vetreter der betroffenen Bundesländer und Bezirke (Wien/NÖ/Bgld.) sowie die Umweltanwaltschaften (die auch "flächendeckend" agieren) waren ebenfalls von Anfang an dabei. In der Vertragserrichtungsphase des Mediationsvertrags wurden dann auch noch die Bezirkskonferenzen etabliert (vgl. oben).

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