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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Beschwerden
K.S. Offline

Vollzeitflieger, 200 Postings sind bereits erreicht

Beiträge: 210

19.05.2007 15:26
04.03.07 - Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk Zitat · antworten

Sehr geehrter Damen, Herrn,

Wie auf http://www.fluglaerm.at/liesing/ zu lesen ist zielt die 3. Piste direkt auf Wien und man hat vor 67% aller Starts und 22% aller Landungen auf den beiden nach Wien ausgerichteten Pisten abzuwickeln. Weiters kann man auf dieser Seite auch eine Karte der Bevölkerungsdichte finden. Zwangsweise wird jeglicher Versuch dem Ballungsraum Wien durch entsprechende Auslegung von Flugrouten auszuweichen zu Umwegen und damit erhöhtem Kerosinverbrauch führen = höhere Kosten für den Flugverkehr und höherer Schadstoffbelastung.

Ich darf Sie bitten die Frage warum gerade über Gebieten mit der höchsten Bevölkerungsdichte der meiste Flugverkehr abgewickelt werden soll zu prüfen.
Bei der Beantwortung sollte nicht unberücksichtigt bleiben, das Flugverkehr nicht nur Lärm produziert - es werden wohl auch Schadstoffe ausgestoßen. Auch das Sicherheitsrisiko sollte nicht ignoriert werden.

Abschließend bleibt anzumerken das diese Frage auch auf die aktuelle Situation anzuwenden ist. Mit den Erfahrungen die man hier bereits gesammelt hat sollte es leicht fallen festzustellen, das Flugrouten vorzugsweise über unbebautes Gebiet gelegt werden sollten.

K.S. Offline

Vollzeitflieger, 200 Postings sind bereits erreicht

Beiträge: 210

19.05.2007 15:28
#2 RE: 05.03.07 umwelttelefonvie - Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk Zitat · antworten

Sehr geehrter Herr XX!

Bezüglich der 3. Piste ist zu sagen, dass die Flughafen Wien AG die Einreichunterlagen für das Projekt Parallelpiste 11R/29L so gestaltet hat,
dass die im Mediationsverfahren getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden können.
Nähere Informationen zur Umweltverträglichkeitsprüfung finden Sie seit 02.03. online unter
http://www.viennaairport.com/jart/prj3/r...08319634&rel=de.

Hier der Auszug, aus dem Mediationsvertrag:

"Zusammenfassung der Ergebnisse"
V. PROZESSVEREINBARUNGEN,
3) "Bei der Einführung und Anwendung des curved approach soll jene Variante gewählt werden, die die wenigsten
Betroffenen bei qualitativ gleicher Lärmbelastung aufweist und die flug- und sicherheitstechnisch sinnvoll ist.

Die FWAG erklärt, dass für den Normalbetrieb auf die Piste 11R kein Geradeausanflug parallel zum bestehenden
Anflug auf Piste 11 L bei der Behörde zur Genehmigung eingereicht wird, sodass es keine parallelen Anflüge 11
über Wiener Stadtgebiet geben kann. Anflüge auf Piste 11 R werden im Normalbetrieb nur gekurvt geflogen."

Mit freundlichen Grüßen,
Infotelefon Umwelt und Luftfahrt / Team
Tel.: 0810/22 33 40
Email: umwelttelefonvie@yourccc.com
Homepage: http://www.vie-umwelt.at
EB-2003-XP0100SCH

K.S. Offline

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Beiträge: 210

19.05.2007 15:32
#3 RE: 19.03.07 Lebensministerium - Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk Zitat · antworten
Sehr geehrte Frau /-r Herr XX!

Besten Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Pröll, das mir vom Ministerbüro zur weiteren Bearbeitung übermittelt wurde. Zu Ihren Anliegen ist in Abstimmung mit der im Ressort zuständigen Fachabteilung mitzuteilen, dass für das Lebensministerium Lärmschutz und Lärmvermeidung einen hohen umweltpolitischen Stellenwert haben.

Einen wichtiger Schritt für den Lärmschutz in ganz Österreich haben wir mit dem Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz, BGBl. I 60/2005 vom 4. Juli 2005, und der ergänzenden Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung, BGBl. II 144/2006 vom 5. April 2006 gesetzt. Damit ist ein Meilenstein für die Planung zukünftiger Strategien und Maßnahmen zur Lärmvermeidung und Lärmbekämpfung geschaffen worden.

Auf Basis des Umgebungslärmschutzgesetzes hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie für alle sechs großen österreichischen Flughäfen Lärmkarten zu erarbeiten. Die strategische Lärmkarte für den Flughafen Schwechat ist bis 31. Mai 2007 fertig zu stellen und danach zu veröffentlichen. Auch wird es bis zum Sommer strategische Umgebungslärmkarten für Straßen- und Schienenlärm für den Ballungsraum Wien geben. Darauf aufbauend sind dann von den zuständigen Stellen im Frühjahr 2008 Aktionspläne zur Verbesserung der Lärmsituation vorzustellen.

In Zusammenhang mit den Ausbauplänen des Flughafens Schwechat ist zu beachten, dass der Bereich Flugverkehr grundsätzlich im Kompetenzbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie liegt.

Für das Vorhaben der Errichtung einer 3. Piste am Flughafen Wien ist ein UVP-Verfahren nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 (UVP-G 2000) durchzuführen. Zuständig für die Durchführung des UVP-Verfahrens ist die NÖ Landesregierung, gegen deren Entscheidung an den unabhängigen Umweltsenat Berufung eingelegt werden kann. Das UVP-Verfahren wird durch Einbringung eines Genehmigungsantrages und einer Umweltverträglichkeitserklärung durch die Projektwerberin eingeleitet. Dies ist im März 2007 geschehen.

Zur Umweltverträglichkeitserklärung können die mitwirkenden Behörden, der Umweltanwalt, die Standortgemeinde sowie der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Stellung nehmen. Das BMLFUW wird seine Stellungnahme bis Ende Mai 2007 abgeben. Diese Stellungnahme kann dann auch von der Homepage des Umweltbundesamtes, http://www.umweltbundesamt.at, abgerufen werden.

Die UVP-Behörde veranlasst sodann die Erstellung eines umfassenden Umweltverträglichkeitsgutachtens, das öffentlich aufgelegt wird, und führt eine mündliche Verhandlung des Vorhabens durch. Mit Erlassung des Genehmigungsbescheides erster Instanz ist auf Grund des Umfanges des Vorhabens frühestens im Frühjahr 2008 zu rechnen.

Das Lebensministerium wird daher die Lärmbelastung in Österreich und insbesondere auch die Entwicklungen beim Flughafen Schwechat weiterhin genau beobachten und sich für eine wirksame Lärmbekämpfung zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
MR Dr. Gustav Fischer
Bundesministerium für Land- Und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Präsidium/Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Ombudsmann Min.Rat Dipl-Ing. Dr. Gustav F i s c h e r
K.S. Offline

Vollzeitflieger, 200 Postings sind bereits erreicht

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19.05.2007 15:34
#4 RE: 23.03.07 AustroControl - Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk Zitat · antworten

Sg. Familie XX!

Ihr Schreiben an das BMVIT wurde zur direkten Beantwortung an uns weitergeleitet.

Ihr Unmut über das vermehrte Flugaufkommen ist natürlich verständlich. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass im Rahmen des 2005 abgeschlossenen Mediationsverfahrens mit großem Aufwand und unter professioneller, unabhängiger Leitung ein Ausgleich unterschiedlicher Interessen herzustellen versucht wurde und auch entsprechende Ergebnisse erzielt wurden. Dabei ging es einerseits darum, Entwicklungsmöglichkeiten der Luftfahrt in Österreich zu gewährleisten, um die Nachfrage der Bevölkerung nach Reisen von und nach Wien zu befriedigen. Gleichermaßen waren aber auch die legitimen Forderungen nach möglichst wenig Lärmbelästigung der in den An- und Abflugbereichen lebenden Bevölkerung ernst zu nehmen und entsprechende Lösungen anzubieten. Es ging also um Kompromisse.

Alle Bestimmungen (insbesondere im Zusammenhang mit den Flugrouten) wurden und werden laufend einer genauen Prüfung unterzogen. Die Ergebnisse dieser Evaluierung werden jedes Jahr in einem umfassenden Evaluierungsbericht zusammengefasst. Die jeweils aktuelle Fassung steht Ihnen auf der Seite http://www.vie-umwelt.at als Download zur Verfügung.

Fragen, die sich aus diesen Berichten ergeben oder andere Diskussionspunkte können Im Rahmen der Nachfolgeorganisation zur Mediation "Dialogforum Flughafen Wien" von Ihren Vertretern zum Thema gemacht werden. Der Verein hat nach Abschluss des Mediationsverfahrens die Aufgabe übernommen, bei Themen und Konflikten aufgrund der Ergebnisse dieses Mediationsverfahrens und/oder bei Themen und Konflikten, die mit dem Fluggeschehen auf und rund um den Flughafen Wien zu tun haben, für geeignete Kommunikationsprozesse zu sorgen, um auf eine transparente, kooperative und faire Weise unter Berücksichtigung aller Interessen auf freiwilliger Basis Lösungen zu finden.

Die Kontaktdaten lauten:
Telefon: 7007 DW 25250 - Dialogforum
Oder Mail: info@dialogforum.at
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen hilfreich gewesen zu sein und stehen für weitere Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Schmidt
Austro Control GmbH
orporate Communications
Schnirchgasse 11a; A-1030 Vienna
Tel. +43(0)51703.9120
Fax. +43(0)51703.9106

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